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Berounka-Ondrej-Soukup-Karlstejn

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Filmpfad auf die Burg Karlštejn

Ein nicht anstrengender Wanderausflug von Mořina nach Karlštejn, wo Sie atemberaubende Ausblicke, Geschichten mittelalterlicher Helden und die Besichtigung einer berühmten Burg erwarten.

Der Böhmische Karst ist ein Juwel voller Naturschönheiten und historischer Denkmäler, die auf der Kinoleinwand zum Leben erwachen. Der Filmlehrpfad führt Sie an jene Orte, die Spielfilmen mit mittelalterlicher Thematik als Kulisse dienten. Begleiten Sie uns auf eine abenteuerliche Reise zwischen Mořina und Karlštejn, auf der die Geschichten der Filmhelden Jan Žižka, Jan Hus, Karl IV. oder dem geheimnisvollen Kreuzritterorden zum Leben erweckt werden.

Beginnen Sie Ihre mittelalterliche Wanderung in Mořina, einem ehemaligen königlichen Hof im Besitz der böhmischen Könige. Hier weilten seinerzeit auch bedeutende Maler, die an der Ausgestaltung der Kapelle des hl. Kreuzes auf der Burg Karlštejn, unter ihnen Magister Theodoricus, beteiligt waren.  Von Mořina aus folgen Sie der gelben Wandermarkierung zum Steinbruch Velká Amerika (Großes Amerika). Von der Höhe des Steinbruchs, auf der ein Fußweg verläuft, beobachtete das Gefolge des Filmhelden Jan Žižka den mörderischen Angriff auf die Boreš`s Abordnung, die auf dem Wege nach Prag war.

  • Tipp für Sie: Die Steinbrüche gehören einer Aktiengesellschaft, und der Zutritt zu ihnen ist verboten. Lassen Sie jedoch den Kopf nicht hängen – selbst der Filmheld Jan Žižka, gespielt von Ben Foster, zog es vor, den Überfall auf das Gefolge des Herrn Boreš aus der sicheren Entfernung eines Felsvorsprungs zu beobachten, von wo aus er einen besseren Blick auf das Geschehen im Steinbruch hatte. Gerade hier entlang verläuft ein markierter Wanderweg mit mehreren Aussichtsplattformen. Darüber hinaus veranstaltet der Verein Hagen Mořina von Zeit zu Zeit kommentierte Führungen durch die Unterwelt.

Von den Steinbrüchen aus setzen Sie Ihren Weg fort, auf dem gelb markierten Weg bis zur Weggabelung Bei der Eiche der sieben Brüder (U dubu sedmi bratří), einem denkwürdigen Grenzbaum, unter welchem der Legende nach die Räuberbrüder ihre Beute teilten. Nach fünf Kilometern können Sie in einem Unterstand bei einer Eiche eine Rast einlegen, dann ist es nur noch ein Kilometer bis zur Burg Karlštejn. Beim Anblick der kaiserlichen Residenz und der umliegenden Hügel ist interessant, dass die Karlsteiner Burgmauern den Angriffen der hussitischen Belagerer ausgesetzt waren, die sie jedoch nie eroberten.

  • Tipp für Sie: Auch Filmhelden müssen sich irgendwann einmal ausruhen und sich vor dem nächsten Aufbruch stärken. Besuchen Sie die Scheune, wo Sie neue Energie schöpfen und eine Mahlzeit genießen können, die auch einem mittelalterlichen Pilger geschmeckt hätte.

Karlštejn hat sich den Ruf einer uneinnehmbaren Burg erworben, was jedoch bei weitem nicht für Filmemacher gilt. Sie nutzten für die Dreharbeiten nicht nur die Umgebung der Burg, sondern auch ihre Innenräume. Sobald Sie den Burgvorplatz erklimmen und sich zum Eingang des Uhrenturms begeben, befinden Sie sich auf jenem Pfad, den der Filmheld Magister Jan Hus, gespielt von Matěj Hádek, zu Pferde auf seinem Weg zum Konstanzer Konzil zurücklegte. Sein Gefolge hämmerte mit aller Kraft an das Tor des Uhrenturms, um die Ankunft der von Hus geführten Abordnung zu verkünden.

Es gibt kaum jemanden, der sich in Verbindung mit der Burg nicht an das Filmmusical Nacht auf Karlštejn unter der Regie von Zdeněk Podskalský erinnert. Die Außenaufnahmen des Films wurden im Verlaufe eines ganzen Jahres auf Karlštejn gedreht. Die Filmemacher nutzten für die Dreharbeiten freie Tage während der Touristensaison, sodass die einzelnen Szenen zeitlich nicht aneinander anknüpfen. Die Filmgestalten bewegen sich somit vom Sommer in den Herbst und von der Herbstkälte in sonnige Frühlingstage.

  • Wissenswertes: Die Heilig-Kreuz-Kapelle ist der einzige Innenraum der Burg, in welchem die Nacht von Karlštejn gedreht wurde. Die sonstigen Innenaufnahmen entstanden in den Räumlichkeiten des Filmstudios Barrandov. Das erkennen Sie auch daran, dass die Innenräume im Film prunkvolle Malereien aufweisen, was der historischen Realität entsprach. Die Mauern der Burg Karlštejn hingegen wurden im Laufe der Jahre mit weißem Kalk überstrichen, wodurch sie ihren historischen Charakter verloren. Derzeit ist der Zutritt zur Heilig-Kreuz-Kapelle auf 15 Personen pro Führung beschränkt. Wenn Sie diese Orte sehen möchten, empfehlen wir Ihnen, rechtzeitig Tickets für den II. Besichtigungsrundgang – die Burgkapelle Karlštejn – zu reservieren.

Sofern Sie den Großen Turm besichtigen, erblicken Sie die Räumlichkeiten, in denen der Film Tal der Bienen gedreht wurde. Die Filmemacher erzählen die Geschichte der Soldaten des Kreuzritterordens, die hinter verschlossenen Mauern in den oberen drei Stockwerken des Turms leben. Es handelte sich um Aufnahmen aus dem Kapitelsaal, dem Refektorium bzw. aus den Gemächern. Hier verwendeten die Filmemacher die weißen Mauern der Burg Karlštejn, die besser zur Strenge der Klosteranlage passten.

Nach der Besichtigung der Burg fahren Sie auf der kurvenreichen Hauptstraße in Richtung des unteren Teils der Marktgemeinde Karlštejn, Budňany genannt. Auf dem Wege nach unten stoßen Sie auf die Kirche St. Palmatius die etwa zur gleichen Zeit wie die Burg Karlštejn erbaut wurde. Dieser Heilige ist sehr eng mit Karlštejn verbunden. Erinnern Sie sich an den berühmten Satz von Pešek: „Heiliger Schutzpatron, Palmatius, ich gebe zwei Schock Groschen für eine Frau!“?

  • Tipp für Sie: Wie könnte man eine mittelalterliche Wanderung besser beenden als mit einem Glas eines köstlichen Getränks? In diesem Fall sollten Sie auf dem Weg nach Budňany nicht vergessen, die 1. Karlsteiner Kleinbrauerei  zu besuchen und ein Bier der Marke Karlíček zu genießen – die ideale Belohnung nach einer anstrengenden Expedition.

Über die Stahlbrücke erreichen Sie den Bahnhof Karlštejn, wo unsere Filmwanderung endet. Sollten Sie jedoch noch Kraft haben, können Sie Ihre Route verlängern. Zum Schluss haben wir noch einen Tipp für Sie – die Burgstätte Tetín. Obwohl dies kein allzu beliebter Drehort ist, können Sie den Weg zumindest mit einer symbolischen Verbindung beenden. Es ist bezeichnend, dass sich entlang des Flusses Berounka auf einer Uferseite eine fürstliche Burgstätte der Premysliden und auf der anderen Seite eine kaiserliche Sommerresidenz der Luxemburger Dynastie befand.  Diese Orte sind daher mit den Höhepunkten der böhmischen Staatlichkeit und der Entstehung des böhmischen Königreichs im Mittelalter verbunden.

Anfang

Mořina

Länge:

8,3 km

Dauer

2,5 Stunden

Ende der Strecke

Karlštejn

Höhenunterschied

Aufstieg 170 m, Abstieg 272 m

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Höhenprofil der Strecke

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