Man schrieb das Jahr 1876, als Bedřich Smetana, der sich noch in einem ziemlich elenden Zustand befand, endgültig nach Jabkenice übersiedelte. Im hiesigen, an ein ausgedehntes Waldgehege angrenzenden Forsthaus lebte Smetanas Tochter mit ihrem Mann. Hinzuzufügen ist, dass der Umzug nach Jabkenice Smetana zumindest beruflich half. Hier komponierte er solche Werke wie die Opern Čertova stěna (Die Teufelswand), Tajemství (Das Geheimnis) oder Hubička (Der Kuss). Vier Jahre nach seinem Tod wurde in der Gemeinde ihm zu Ehren eine Gedenktafel enthüllt, und seit dem Jahre 1928 dienen die Räumlichkeiten des Forsthauses als Museum, in Erinnerung an jenes Genie, das die tschechische Musikgeschichte prägte.
- Wissenswertes: Seit mehr als 20 Jahren ziert das Interieur des Forsthauses der restaurierte Vorhang des Laientheaters Jabkenice, dessen Autorin die Gattin des Komponisten Betty Smetanová ist.
Die jetzige Dauerausstellung wurde im Jahre 2003 eingerichtet, wobei sie vor allem dem Leben von Bedřich Smetana in Jabkenice gewidmet ist. Das Herzstück der Ausstellung ist das Arbeitszimmer, jedoch auch der Familiensalon, in dem Sie einige von Smetanas Kompositionen hören können. Beide Räume sind teilweise mit Originalmöbeln ausgestattet, wobei auch zahlreiche persönliche Gegenstände, von denen das wertvollste zweifellos das Tagebuch Smetanas ist, nicht fehlen.
Wohin als nächstes?
Die Gedenkstätte in Jabkenice ist nicht die einzige Gedenkstätte für Bedřich Smetana in Mittelböhmen. Unweit von Mělník, in der Gemeinde Obříství, befindet sich die Bedřich-Smetana-Gedenkstätte in Lamberk, wo der Komponist seine spätere Frau Betty kennen lernte und mehrere Jahre weilte. Nicht weit von Jabkenice entfernt, auf der anderen Seite des Wildgeheges, steht das Schloss Loučeň, in welchem der Name Smetana ebenfalls häufig erwähnt wird. Wenn Sie Kinder haben, zögern Sie nicht, Loučeň zu besuchen, sie können sich im Schlosspark in einem ungewöhnlichen Labyrintharium austoben.