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Kirche St. Peter und Paul auf Budeč

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Budeč u Zákolan

Möchten Sie mit eigenen Augen sehen, wo der junge Fürst Wenzel und sein Bruder Boleslav einst weilten? Planen Sie anschließend einen Ausflug nach Budeč, um den ältesten erhaltenen Bau Tschechiens zu besichtigen.

Budeč ist der Ort, an dem die ersten Zeilen der tschechischen Geschichte geschrieben wurden. Ein Besuch des malerischen Hügels bei Zákolany versetzt Sie in die Zeit der Entstehung des böhmischen Staates zurück. 

Geschichte, Ruhe und Genius Loci vereinen sich in der von Wäldern und Feldern umsäumten Landschaft. Der Weg zum ältesten erhaltenen Bauwerk Böhmens führt vom Dorf Kováry bergauf, über den Zákolanský-Bach. Archäologische Funde belegen eindeutig, dass Budeč bereits im 8. – 6. Jahrhundert v. Chr. besiedelt war. Später errichteten die Přemysliden hier ihre Burgstätte. Ihre Besiedlung wird in das 8. Jahrhundert datiert, in die Regierungszeit von Fürst Bořivoj, dem es gelang, die umliegenden Stämme zu vereinen und so den Grundstein für den späteren böhmischen Staat zu legen.

Bis heute sind von der Burgstätte nur noch die Reste des Befestigungswerks erhalten geblieben, doch ihre beeindruckenden Ausmaße beweisen, dass Budeč eine der größten frühmittelalterlichen Burgstätten des Landes war. Nach Bořivoj übernahm sein Sohn Spytihněv die Regierung, dem wir die Errichtung der St.-Peter-und-Paul-Rotunde verdanken. Der Grundstein wurde 895 gelegt. Bei Ihrem Besuch können Sie das gut erhaltene Originalmauerwerk besichtigen.

  • Wissenswertes: Der Legende nach wurde Budeč zum Studienort des Schutzpatrons des böhmischen Landes, des Heiligen Wenzel. Fürst Wenzel und sein Bruder Boleslav lernten hier Latein, sowohl in Wort als auch in Schrift. Der Legende nach lernten die Jungen in der Festung auch Gesang. 

Um die Wende vom 10. zum 11. Jahrhundert zog die Přemyslidenregierung auf die Prager Burg, wodurch die militärischen und administrativen Funktionen allmählich aus Budeč verschwanden. Die letzten historischen Aufzeichnungen erwähnen den Ort im 13. Jahrhundert. Dennoch bleibt Budeč ein wichtiger Ort der tschechischen Geschichte, wie geschaffen für gemütliche Spaziergänge und besinnliche Wanderungen durch die Landschaft. Bei guter Sicht hat man vom Hügel oberhalb von Zákolany einen weiten Blick über die Umgebung.

  • Tipp für Sie: Von Ende Mai bis Ende September werden Führungen durch die St.-Peter-und-Paul-Rotunde und die angrenzende Burgstätte angeboten. Wenn Sie Ihren Ausflug im Sommer planen, erfahren Sie mehr Wissenswertes über eines der Wahrzeichen Tschechiens. 

Wohin als Nächstes?

Wenn Sie genug von der Ruhe und der geschichtsträchtigen Atmosphäre der Burgstätte haben, lassen Sie sich bei einem Besuch der romantischen Ruinen der Burg Okoř von einer anderen Epoche in der Geschichte Tschechiens inspirieren. Diese lockt mit ihrem geheimnisvollen Charme nur wenige Kilometer von Zákolany entfernt. Wer sich für Adel und Kunst begeistert, sollte nachNelahozeves fahren und sich vom Renaissanceschloss und der Ausstellung im Geburtshaus von Antonín Dvořák verzaubern lassen. Wer Ruhe und Natur sucht, kann durch das Tal des Zákolanský-Baches spazieren oder in die umliegenden Wälder Richtung Koleč aufbrechen. Das sanfte Gelände ist auch für die kleinsten Wanderer geeignet, und im Sommer lädt der Schatten und die Möglichkeit zur Erfrischung in einem seichten Bach zum Verweilen ein.

Budeč

Kontaktdaten

Adresse:

rotunda Budeč 273, 28 Zákolany GPS:50,191189 14,244811

E-mail:

muzeum@omk.cz

Telefon:

+420 312 256 160

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