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Hrad Kokořín

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Burg Kokořín

Kaiser Ferdinand schrieb sie als verfluchte Burg ab. Gleichzeitig hörte Kokořín nicht auf, Künstler zu inspirieren und wurde dank der Bemühungen der Enthusiasten vom Klub tschechischer Touristen gerettet.

Die Burg Kokořín, von tiefen Wäldern umgeben, liegt am Ausläufer eines Sandsteinfelsens über dem Kokořín-Tal, nördlich des gleichnamigen Orts, im Herzen eines Landschaftsschutzgebiets. Seine Anfänge datieren bis in die Mitte des 14. Jahrhunderts zurück. Hier wechselten sich eine Reihe von Besitzern ab, was sich an seinem Zustand niederschrieb. Folge dessen war, dass der Sitz im 16. Jahrhundert nicht mehr den Ansprüchen seiner Bewohner entsprach. Nach der Entscheidung des Kaisers Ferdinands hinsichtlich seiner Reparatur und Instandhaltung begann die Burg schnell zu verfallen und den Legenden nach wurde sie sogar zum Zufluchtsort der Raubritter, die der gefürchtete Petrovský aus Petrovice anführte.

Aus der Burg wurde nach und nach eine Ruine, die aber auch trotz ihres jämmerlichen Zustands – oder vielleicht gerade deshalb – romantische Künstler verzauberte, wie den Dichter und Prosaiker Karel Hynek Mácha, den Maler Josef Matěj Navrátil oder den weiteren Maler, Antonín Mánes. Ein kleines Wunder, das Kokořín vor dem Verfall rettete, geschah im Jahr 1895, als die Burg dank dem Club tschechischer Touristen wieder in das Bewusstsein der breiteren Öffentlichkeit zurückkehrte. Dieser präsentierte ihr Modell auf der Landeskundlichen Ausstellung in Prag und machte sich gleichzeitig um seine teilweise Zugänglichkeit verdient. Gleich im nächsten Jahr wurde das ganze Kokoříner Herrengut inklusive der Ruine zum Eigentum von Václav Špaček, einem Adeligen aus Starburg. Auf seine Anordnung hin wurde mit der Hilfe führender Historiker eine umfassende Renovierung begonnen, welche im Jahr 1918 abgeschlossen wurde. Interessant ist, dass es sich um die erste komplexe Rettung einer mittelalterlichen Ruine in Böhmen und ihre anschließende Zugänglichmachung der Öffentlichkeit handelt.

Interessantes

In der Zeit der Herrschaft der kommunistischen Partei war die Burg in der Hand des Staats und erst im Jahr 2006 wurde sie den rechtmäßigen Erben aus der Familie Špaček zurückgegeben. Ihr Ziel war es, an die Familientradition anzuschließen und dieses bedeutende mittelböhmische Denkmal der Öffentlichkeit zugänglich zu lassen und ihre kulturell-patriotische Bedeutung zu verstärken.

Rytířská síň na hradu Kokořín

Kontaktdaten

Adresse:

Hrad Kokořín, 277 23 Kokořín

E-mail:

hradkokorin@seznam.cz

Telefon:

+420 315 695 064

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