Schokolade – schon das Wort allein streichelt die Seele und kitzelt die Zunge. Die meisten von uns verbinden mit Schokolade angenehme Gefühle. Kein Wunder: Hochwertige Schokolade enthält natürliche Stoffe, die genau diese Empfindungen in uns auslösen. Daher ist sie die beliebteste Süßigkeit der Welt. Jedes Jahr werden weltweit rund 8 Millionen Tonnen davon verzehrt.
Die wahren Schokoladenliebhaber sind die Schweizer – sie essen durchschnittlich 11 Kilogramm pro Person im Jahr, also etwa 110 Tafeln. Dicht gefolgt von den Deutschen mit fast 9 Kilogramm und den Österreichern mit 8 Kilogramm pro Jahr.
Die Tschechinnen und Tschechen liegen im europäischen Durchschnitt: Wir essen etwa 4 Kilogramm Schokolade pro Jahr. Zum Vergleich: Der weltweite Durchschnitt liegt nur bei einem Kilogramm pro Person.
Schokolade ist Liebe
Warum lieben wir sie so sehr? Dafür ist Phenylethylamin verantwortlich – auch bekannt als „Glücks-“ oder „Liebesstoff“. Er wird im Gehirn freigesetzt, wenn wir Schokolade essen, und sorgt für euphorische Gefühle, Glück und einen Energieschub.
Doch das ist nicht alles. Entscheidend ist vor allem ein hoher Kakaoanteil. Kakao ist ein natürliches Superfood voller Flavonoide und Phenole – Antioxidantien, die das Immunsystem stärken und die Gesundheit fördern. Mit jedem Stück guter Schokolade nehmen Sie außerdem viele Mineralstoffe auf: Magnesium, Mangan, Kupfer, Eisen und überraschend viel Ballaststoffe.
Warum steht Schokolade dann oft auf der Liste der „Sünden“? Schuld daran ist die große Menge an Zucker, Fetten und unnötigen Zusatzstoffen in industriell gefertigter Schokolade.
Probieren Sie jedoch wirklich hochwertige Bean-to-Bar-Schokolade, fühlt es sich an wie ein Sprung in ein anderes Universum. Sie entdecken neben Süße und Bitterkeit eine ganze Palette weiterer Geschmacksnoten – ähnlich wie bei Wein oder gutem Kaffee.
Wie erkennt man gute Schokolade
Schokolade ist wie Wein – je mehr man über sie weiß, desto mehr weiß man sie zu genießen. Und auch wenn Verpackungen schön sein können, steckt die wahre Qualität im Inneren. Hier ein paar Tipps:
Achten Sie auf die Zutaten
Gute Schokolade beginnt bei den Rohstoffen. Kakaobutter und Kakaomasse sollten ganz oben stehen – nicht Zucker oder Palmöl. Je kürzer die Zutatenliste, desto besser. Eine gute Zartbitterschokolade hat mindestens 60–70 % Kakao.
Beobachten Sie das Aussehen und den Glanz
Echte Schokolade hat einen natürlichen, seidig glänzenden Schimmer. Wirkt sie matt, grau oder zeigt weiße Flecken, wurde sie schlecht gelagert oder beim Herstellungsprozess überhitzt. Das beeinträchtigt Geschmack und Textur.
Hören Sie auf den „Snap“
Brechen Sie ein Stück ab. Gute Schokolade knackt klar und sauber, während minderwertige eher bricht oder zerkrümelt. Dieser Ton ist ein Zeichen für richtiges Temperieren.
Lassen Sie sie langsam schmelzen
Nicht hasten. Lassen Sie die Schokolade auf der Zunge schmelzen – gute Schokolade löst sich gleichmäßig und entfaltet nach und nach komplexe Aromen. Ein hochwertiges Stück schmeckt noch Sekunden nach dem Schlucken nach.
Achten Sie auf die Herkunft des Kakaos
Wie Wein besitzt auch Kakao sein eigenes Terroir. Interessante Schokoladen geben das Herkunftsland oder sogar die Region der Bohnen an (z. B. Ghana, Ecuador, Madagaskar). Das zeigt Transparenz, Qualitätsanspruch und fairen Umgang mit Produzenten.
Bean-to-Bar bedeutet wortwörtlich „von der Bohne bis zur Tafel“. So werden Schokoladen bezeichnet, die vollständig vom Hersteller selbst produziert werden – vom Rohkakao bis zur fertigen Schokoladentafel. Der Produzent wählt die Bohnen selbst aus, importiert sie oft direkt von den Bauern, röstet, mahlt und verarbeitet sie zu Schokoladenmasse. Der süße Abschluss des ganzen Prozesses: fertige Tafeln oder handgemachte Pralinen.
Wohin für richtig gute Schokolade
Lust, Schokolade als Erlebnis zu entdecken – nicht nur als Tafel aus dem Supermarkt? Dann planen Sie doch einen Schokoladentrip!
Lidka in Kutná Hora (Kuttenberg)
Kutná Hora ist nicht nur eine wunderschöne historische Stadt – sie duftet auch nach Schokolade. Vor über 100 Jahren wurde hier eine große Schokoladenfabrik gegründet. Sie verschwand im Laufe der Geschichte, doch heute können Sie Schokolade unter dem Namen Lidka wieder probieren – ganz in der Nähe der Kathedrale der heiligen Barbara, im Schokoladenmuseum und der kleinen Manufaktur. Das Ehepaar Bartoš hat die Produktion in einer kleinen Werkstatt wiederbelebt. Spezialitäten sind Schokoladen mit Fruchtbränden, sowie Sorten mit Schafs- oder sogar Kamelmilch.
Das kleine Museum zeigt die bewegte Geschichte der Fabrik – originale Verpackungen, alte Werbeplakate und sogar jahrzehntealte, noch unverkostete Schokoladen, an denen Sie riechen können.
Und natürlich darf eine Verkostung nicht fehlen – von romantischen Degustationen bei Kerzenschein bis hin zu thematischen Tastings oder Rum-und-Schokolade-Pairings.
Die Schokoladenrepublik
Der absolute Höhepunkt? Ein Besuch im Herbst. Dann findet das Festival Čokoládová republika statt – eine süße Zusammenkunft von Bean-to-Bar-Herstellern aus dem ganzen Land, mit vielen Verkostungen, Programm und Unterhaltung.
Schokolade auf Schloss-Tour
Ein edles Produkt wie Schokolade passt perfekt zur Atmosphäre prachtvoller Schlösser – eine ideale Kombination für einen Ausflug.
Francisca in Konopiště
Schon beim Betreten von Schloss Konopiště kann Ihnen ein süßer Duft entgegenkommen. Direkt im Schlossinnenhof entstehen die Pralinen und Schokoladen von Francisca chocolatier. Die Produktion folgt einer alten Familientradition, und viele Stücke sind mit Motiven des Schlosses verziert.
Schloss Loučeň – ein Paradies für kleine Schoko-Fans
Eine Schlossführung, die Kinder garantiert begeistert. Auf Schloss Loučeň bei Nymburk erfahren Sie, woher Schokolade stammt und wie sie hergestellt wird – und natürlich gibt es auch reichlich zu probieren.
Ein Tag voller Schokoladenspaß
Richtig mit Schokolade spielen? Eine verlockende Idee – nicht nur für Kinder.
Chocotopia in Průhonice
Wer Schokolade und Spaß verbinden möchte, sollte das Erlebniskonzept Chocotopia in Průhonice besuchen. Dort erleben Sie den gesamten Weg der Schokolade – vom Kakaoanbau bis zur fertigen Tafel.
Auf der „Plantage“ begegnen Sie echten Papageien, sehen historische Maschinen und beobachten Chocolatiers bei der Arbeit hinter einer Glaswand. Dazu gibt es unzählige Schokoladensorten zu probieren – sogar das traditionelle Getränk der Maya.
Werden Sie selbst zum Chocolatier
Neugierig auf den Beruf des Chocolatiers? Hier können Sie es ausprobieren. In Workshops stellen Sie eigene süße Kreationen her – vielleicht sogar einen Adventskalender – und erleben viel Spaß, mit Kindern oder Freunden.
Ein bisschen Bewegung danach
Reuen Sie die Schlemmerei? Dann empfehlen wir einen Spaziergang im nahegelegenen Průhonice-Park – er ist das ganze Jahr geöffnet und in jeder Jahreszeit zauberhaft.
Schon Appetit bekommen? Dann planen Sie auf Ihrem Ausflug eine Schokoladenpause ein. Genießen Sie eine Tasse heiße Schokolade, beobachten Sie die handwerkliche Herstellung und nehmen Sie ein paar Stückchen süßes Glück mit nach Hause. Denn das Leben ist zu kurz für schlechte Schokolade.
Das ist einen Besuch wert
GASK – Galerie der Region Mittelböhmens
Die Galerie moderner und zeitgenössischer Kunst hat ihren Sitz in den einzigartigen Räumlichkeiten des ehemaligen Jesuitenkollegs in Kutná Hora und ist eine der größten Galerien in der Tschechischen Republik.
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Průhonice Park und Schloss
Der Průhonice Park ist ein außergewöhnliches Werk der Gartenarchitektur des 19. Jahrhunderts, nationales Kulturdenkmal sowie Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.
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Beinhaus Sedlec
Ein geheimnisvoller Ort, der respektvoll daran erinnert, dass niemand unsterblich ist. Die unterirdische Kapelle der Friedhofskirche in Sedlec bei Kutná Hora versteckt das zweitgrößte Beinhaus Tschechiens.
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Von Kutná Hora ins Tal der Vrchlice
Der Rundlehrpfad von Kutná Hora führt Sie an die Orte, die den Schriftsteller Jaroslav Vrchlický inspirierten.
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Schloss Konopiště
Das prunkvolle Schloss wurde Zeuge einer Reihe bedeutsamer Ereignisse, Jagdfeste sowie Zuhause wilder Bären, die bis heute im Schlossgraben leben.
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Schloss Loučeň
Eine echte europäische Rarität versteckt sich in der Region Nymburk. Das ganzjährig zugängliche Schloss Loučeň versteckt in seinem nicht traditionellen Park 12 Irrgärten und Labyrinthe laden.
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Dom der heiligen Barbara in Kutná Hora
Die gotische Dominante der Königsstadt Kutná Hora, welche auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste steht. Der Dom der heiligen Barbara ist eine Veranschaulichung der Verbindung des Reichtums der mittelalterlichen Stadt.
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